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Aktuelle Lage im Schweizer Immobilienmarkt

Die aus der Krise rund um die Coronavirus-Pandemie entstandenen Turbulenzen an den Finanzmärkten werden am Schweizer Immobilienmarkt nicht spurlos vorübergehen.

Wer seine Immobilie verkaufen will, muss mit Preisnachlass rechnen. Denn die Nachfrage nach Eigenheimen nimmt sichtbar ab. Es kann in allen Einkommensklassen zu temporären Lohneinbussen kommen und angesichts der Turbulenzen ist es wahrscheinlich, dass die Eigenmittel zahlreicher Kaufinteressenten schrumpfen. Diese Situation könnte zu rückläufigen Eigenheimpreisen führen, wobei der Rückgang erfahrungsgemäss bei Eigentumswohnungen höher ausfallen wird als bei Einfamilienhäusern. Die Angst vor längerer Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und finanziellen Einbussen dürfte dafür verantwortlich sein. Eine Investition mit grosser finanzieller Tragweite können sich also vor allem Familien mit einem kleineren Budget aktuell nicht vorstellen.

Der Einbruch sorgt ebenfalls mittelfristig für steigende Leerstände bei Gewerbe- und Büroflächen und übt damit Druck auf deren Mieten aus. Bei den Mietwohnungen könnten Mieter aufgrund der erhöhten Arbeitsmarktunsicherheit die Referenzzinssatzsenkung von diesem Frühling häufiger einfordern als sie das normalerweise tun. Bestehende Mieten dürften hier somit sinken.

Vor allem aber sind die zu hoch angesetzten Zentren und Luxusimmobilien betroffen. Hier bestehen mehr Risiken, denn die Nachfrage nach Luxusimmobilien beschränkt sich auf einen sehr engen Käuferkreis. Ein Grossteil dieser Kundschaft dürfte von den Einbrüchen an den Aktienmärkten stark betroffen sein. Die steigenden Hypothekarzinsen erhöhen zudem den Preisdruck.

Deshalb gilt abzuwarten, ob sich alle Segmente des Immobilienmarkts in dieser Krise als «Fels in der Brandung» erweisen.

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